Hätten Sie ’s gewusst?

Sie glauben, Neukundenboni gibt es geschenkt und Vergleichsportale sind gemeinnützige Verbraucherratgeber? Sie wissen nicht, was Sie für die Energiewende zahlen?
Und welche Vorteile haben eigentlich Haustürgeschäfte mit Maklern? Zeit für ein wenig Aufklärung  – in spannenden Fragen und noch spannenderen Antworten!

Vergleichsportale

Ist ein Versorgerwechsel über Vergleichsportale kostenlos?

a) Ja, das ist ein Service des Internets.

b) Ja, Vergleichsportale sind gemeinnützig.

c) Nein, der Energieversorger zahlt für den Service.

Antwort

c)
Nein, für jeden Abschluss/Versorgerwechsel über ein Vergleichsportal zahlt der Energieversorger Provision. Am Ende verteuert das den Energiepreis. Zusätzlich zahlen Sie mit Ihren Daten.

Wie viel Provision verlangt ein Vergleichsportal für einen Versorgerwechsel?

a) Rund 1 € bis 2 €

b) Rund 10 € bis 15 €

c) Rund 50 € bis 80 €

Antwort

c)
Rund 50 € bis 80 € Provision verlangt ein Vergleichsportal für einen Versorgerwechsel. Diese Kosten werden in Ihren Energiepreis eingerechnet.

Wer zahlt eigentlich den Bonus bei einem Versorgerwechsel?

a) Der Energieversorger

b) Der Verbraucher

c) Das Vergleichsportal

Antwort

b)
Den Bonus bei einem Versorgerwechsel zahlen natürlich Sie selbst. Entweder erwartet Sie im zweiten Versorgungsjahr eine Preiserhöhung von bis zu 45%. Oder der Arbeitspreis ist nach Wegfall des Bonus ohnehin bereits teuer als in der Grundversorgung. Geschenkt bekommen Sie nichts.

Wie schaffen es die Top-Versorger der Portale, so billige Tarife anzubieten?

a) Sie wirtschaften so gut, dass sie ihre Tarife maximal günstig anbieten können.

b) Sie bieten Tarife an, die für sie nicht kostendeckend sind.

c) Der preisliche Spielraum bei Strom und Gas ist groß genug.

Antwort

b)
Die Tarife auf den obersten Plätzen der Portale sind für die Versorger nicht wirtschaftlich. Das bedeutet, im ersten Vertragsjahr verliert der Anbieter Geld. Ab dem zweiten Jahr muss also zwangsläufig eine Preiserhöhung für den Kunden folgen. Verbraucherfeundlichkeit sieht anders aus.

Kann man Kundenbewertungen auf Vergleichsportalen trauen?

a) Zumindest können sie relativ zuverlässig eine Tendenz anzeigen.

b) Ja. Mit guten Bewertungen ist man garantiert vor schwarzen Schafen sicher.

c) Nein. Sie sind mit Vorsicht zu genießen.

Antwort

c)
Kundenerfahrungen auf Portalen kann man leider nicht vertrauen. Der Haken: Die Bewertungen werden direkt zu Beginn der Vertragsbeziehung erfragt. Da die Probleme aber meist gegen Ende des ersten Jahres beginnen, kann der Kunde das in seine Beurteilung noch gar nicht einbringen.

 

Makler

Welche Vorteile haben Telefon- und Haustürgeschäfte von Energiemaklern für den Kunden?

a) Keine, denn solche Geschäfte sind meist wenig seriös.

b) Die Angebote von Maklern sind besonders günstig.

c) Im persönlichen Gespräch kann der Kunde bessere Konditionen heraushandeln.

Antwort

a)
Da die meisten Makler auf Provisionsbasis arbeiten und nach Anzahl der Vertragsabschlüsse bezahlt werden, setzen sie alles daran, so viele Verträge wie möglich abzuschließen. Ein vermeintlich besonders gutes Angebot entpuppt sich schnell als Vertrag mit schlechten Konditionen. Was viele nicht wissen: Gibt der Kunde seine Zählernummer heraus, wird das als Vertragsschluss gewertet.

Welche Art von Enervieversorgern arbeiten mit Haustür- und Telefonmaklern?

a) Nur wenige kleine Nischenanbieter

b) Große Energiekonzerne

c) Einige Stadtwerke

Antwort

b) und c)
Der Energiemarkt ist hart umkämpft, die Konkurrenz ist groß. Für viele große Energiekonzerne und einige Stadtwerke gehört daher der Makler an Haustür und Telefon zum Tagesgeschäft.

Energiewende

Was zahlen Sie jedes Jahr für die Energiewende (4-Personen-Haushalt)?

a) Gar nichts

b) Ca. 150 € brutto

c) ca. 300 € brutto

Antwort

c)
2017 hat ein 4-Personen-Haushalt mit einem Stromverbrauch von 3.500 kWh rund 300 € für die Energiewende bezhalt. Die Kosten fallen jährlich an, Tendenz steigend.

Wer bekommt Ihr Geld, das Sie für die Energiewende bezahlen?

a) Der Staat

b) der Besitzer einer Photovoltaikanalge oder eines Windrades

c) Der Energieversorger

Antwort

b)
Die EEG-Umlage erhalten die Besitzer einer EEG-geförderten Photovoltaik- und Windkraftanlage. Und das bis zu 20 Jahre garantiert. Schön für den, der sich diese Investition leisten konnte. Der Energieversorger reicht diese Zahlungen nur durch.

Wieviel Prozent Ihrer Stromrechnung kassiert der Staat?

a) Rund 15 %

b) Rund 53 %

c) Rund 85 %

Antwort

b)
Rund 53 % des Strompreises entfallen auf staatliche Abgaben und Steuern; 21% davon auf die EEG-Umlage. Weitere 24 % machen die Netzentgelte für die Durchleitung des Stroms aus. Auf diese Preisbestandteile haben Energieversorger überhaupt keinen Einfluss.