Wie funktioniert die Gas- und Strompreisbremse?

Stand: 19.12.2022

Neben der kurzfristigen und bereits geleisteten Dezembersoforthilfe Gas hat die Bundesregierung eine dauerhafte Entlastung für Haushaltskunden beschlossen: die Einführung einer Gas- und Strompreisbremse ab März 2023 – mit Rückwirkung bis Januar 2023.  Die Energiepreisbremsen gelten bis April 2024.

Gaspreisbremse:
Die Gaspreisbremse deckelt den Preis auf 12 ct/kWh (brutto) für 80% des Vorjahresgasverbrauchs. Für die restlichen 20 Prozent des Verbrauchs gilt der Vertragspreis.

Strompreisbremse:
Die Strompreisbremse deckelt den Preis auf 40 ct/kWh (brutto) für 80% des Vorjahresstromverbrauchs. Für die restlichen 20 Prozent des Verbrauchs gilt der Vertragspreis.

Vorjahresverbrauch Gas und Strom:
Grundlage ist, wie auch schon bei der staatlichen Soforthilfe für Gaskunden, der im September 2022 prognostizierte Jahresverbrauch. Der Stand September 2022 soll für die Jahresmengen festgelegt werden, damit niemand durch Zählerstandskorrekur, Abschlagsänderung o.ä. nachträglich manipulieren kann.

Gas- und Stromabschläge im Januar und Februar 2023:
Die Gas- und Stromabschläge für Januar und Februar müssen von den Versorgern laut Gesetz nicht angepasst werden, da die Abrechnungssysteme für die Umsetzung der Preisbremse technisch frühestens ab März bereit sind. Die Entlastungsbeträge für Januar und Februar werden rückwirkend im März berücksichtigt.

Das bedeutet, an Ihren Abschlägen im Januar und Februar ändert sich nichts. Sollten Sie zwischenzeitlich eine Jahresrechnung erhalten, wird Ihr Abschlag routinemäßg angepasst. Der Vertrag und somit die Zahlungsverpflichtung des Kunden gegenüber dem Versorger bleiben unberührt von der staatlichen Preissubvention, die ab März 2023 realisiert wird.

Wie viele andere Versorger wird BürgerGas die Abschläge frühestens ab März 2023 entsprechend des regulierten Preises reduzieren. Wir bitten Sie daher, im Januar und Februar von einer vorauseilenden Abschlagssenkung abzusehen. Der Preis von BürgerGas für Gas und Strom liegt nur leicht über dem regulierten Preis, sodass sich am Abschlag nur wenig ändern würde. Über- und Unterzahlungen werden spätestens bei der Jahresrechnung ausgeglichen.  

Abschlagskürzungen und Rücklastschriften werden vom Versorger als Zahlungsausfall gewertet und können zur Kündigung führen. Der Verbraucher fällt dann – falls er keinen anderen Versorger beauftragt – in die Ersatzversorgung/Grundversorgung. Dort gelten dieselben gesetzlichen Regeln für den regulierten Preis für 80% des Verbrauchs.

Energieeinsparung ist weiterhin wichtig und kommt dem Verbraucher immer über die geringere Verbrauchsmenge in der Jahresrechnung zugute. Die Bundesnetzagentur erhofft sich im Durchschnitt etwa 20% Energieeinsparung.

Auf der Webseite des Bundestages finden Sie die jeweiligen Gesetzestexte:
Gaspreisbremse
Strompreisbremse

Weitere Informationen finden Sie auch auf der Seite der Bundesregierung.

Introbild: Photo by Arthur Lambillotte on Unsplash